Über uns

Was glauben wir

Wir glauben an den dreieinigen Gott, der die Welt und uns Menschen in sechs Tagen geschaffen.
Jesus Christus, ganz Gott und ganz Mensch, bietet durch seinen Tod und seine Auferstehung die Erlösung von den Sünden an.
Wir glauben, dass jeder Mensch von Gott eingeladen ist, zu Ihm zu kommen und aus der Kraft Gottes ein neues Leben führen darf. Bedingung dafür ist die Bittte um Vergebung der Sünden und eine bewusste Entscheidung für Jesus Christus.
Unser Ziel ist, ein Leben zu führen, das Gott ehrt und seinen Absichten entspricht.
Darum wollen wir uns und auch anderen die frohe Botschaft von Jesus Christus verkündigen. Das schließt praktische Hilfe durch Rat und Tat mit ein.
Aus Gottes Wort wollen wir Weisungen und Lebenshilfen für unseren Alltag schöpfen.
Wir wollen gewissenhafte und verantwortungsbewusste Bürger sein und „der Stadt Bestes suchen“.
Uns ist bewusst, dass wir nur ein kleiner Teil der weltweiten Gemeinde Jesu sind. Mit ihr wissen wir uns verbunden und wollen die von Jesus Christus geschaffene Einheit bewahren.

Wie sind wir entstanden

Die Christliche Brüdergemeinde Fulda besteht seit 1988. Sie versteht sich als eine der vielen christlichen Ortsgemeinden. 

Der Ursprung

Nach der Entstehung der Urgemeinde in Jerusalem gab es keine geistliche „Zentrale“. Die erste institutionalisierte Kirche in Europa war die römisch-katholische Kirche. Sie entstand im 4. Jahrhundert. Über die Jahrhunderte spalteten sich auf Grund von unterschiedlichen Überzeugungen und theologischen Meinungen immer wieder Gruppen von der katholischen Kirche ab. Ziel der meisten Gruppen war die Neubesinnung auf Grundsätze und Prinzipien der heiligen Schrift.

Ein weiterer Anlass zur Entstehung solcher Gruppen war die Reformation in Deutschland, eingeleitet durch Luther (In England von John Wycliff, in der Schweiz durch Huldrych Zwingli und Johannes Calvin).
Es gab drei „Flügel“ der Reformation auf dem europäischen Kontinent:

Der erste Flügel ist selbstverständlich die evangelische Kirche, die bekannteste reformatorische Bewegung. Mit den Leitsätzen „sola scriptura“ (allein durch die Bibel), „sola gratia“ (allein durch Glauben) und „sola fide“ (allein aus Gnaden) begründete die evangelische Kirche ihre Trennung von der katholischen Kirche.
Eine weitere Bewegung gab es in der Schweiz. Unter der Führung von Huldrych Zwingli und Johannes Calvin entstand die sogenannte reformierte Kirche, die heute stärker in der Schweiz, in Holland, England, Schottland und in den USA verbreitet ist als in Deutschland. Auch die Hugenotten in Frankreich zählten dazu.
Der dritte Flügel verbreitete sich schnell in ganz Europa, hatte aber keine zentrale Organisation und wurde von den anderen Kirchen auf Grund ihrer Lehre von der Wiedertaufe verdrängt, bekämpft und unterdrückt. Die Anhänger dieser Gruppe lehnten die Säuglingstaufe als unbiblisch ab. Die Kinder der ersten Generation wurden noch als Säuglinge getauft, ließen sich aber später als Erwachsene noch einmal ganz bewusst taufen. Durch diese Praxis der ersten Generation wurde diese Gruppe spöttisch „Wiedertäufer“ bezeichnet. Aus dieser Bewegung gingen die taufgesinnten Gemeinden in der Schweiz, die Menonniten und Baptisten in Holland, Deutschland, England und in anderen europäischen Ländern sowie andere Freikirchen hervor. Ihrer Meinung nach müssen Menschen eine bewusste Entscheidung für Jesus Christus getroffen haben, bevor sie getauft werden können.
Viele dieser Gemeinden wurden vertrieben und verfolgt und deshalb ist diese Bewegung in Westeuropa auch kaum bekannt. In den ehemaligen Ostblockländern, Holland, England und in den USA gehören sie jedoch zu den größten christlichen Gruppen.

Diese Freien Gemeinden stehen folglich auf dem Boden der Reformation, die inzwischen 500 Jahre zurückliegt. Das ist ein elementarer Unterschied zu Sekten, von denen die meisten in den letzten 150 Jahren entstanden sind und eine von der Bibel abweichende Lehre vertreten.